von e18
Gestern wurde die
Messkampagne der Gasag mit einem offiziellen Abschlussbericht und dazugehöriger Pressekonferenz beendet. Das aufwendige 3D-Seismik-Projekt diente der Überprüfung, ob der zwischen Heerstraße und Olympiastadion gelegene Erdgasspeicher aus der Vorwende-Zeit noch erweiterbar ist.
Die Gasag möchte sich bei allen Anwohnern für das Ertragen der roten Stolper-Kabel und des monatelangen Rüttelns mit einem besonderen Angebot bedanken - einer zeitlich befristeten
Sondergenehmigung für private Zugangsbohrungen in den Randbereichen des Speichers. Besonders interessant wird dieses Angebot für Besitzer von privaten Brunnen sein - kann doch die notwendige
Zugangstechnik bei reduzierter Bohrtiefe direkt über den Brunnenschacht ins tiefere Erdreich eingebracht werden.
Das
EEG macht das Vorhaben auch steuerlich interessant - mit jedem Kubikmeter lokal geförderter Energie stehen Ihnen
staatliche Fördermittel zu! Voraussetzung ist allerdings ein bestehendes Vertragsverhältnis mit der Gasag - Anwohner mit Ölheizung gehen leer aus.
Ganz uneigennützig ist das Angebot jedoch auch nicht, denn die Gasag profitiert doppelt - durch eine langfristige Kundenbindung (Mindestvertragslaufzeit 10 Jahre) und die Reduzierung der Wahrscheinlichkeit von sogenannten Leckage-
Gasverpuffungen durch geordnete Entnahme horizontaler Wandergase aus dem Gestein.
Die notwendigen Formulare sowie Ausfüllhilfen erhalten Sie beim Siedlerverein (
hier).